Der Triebischsteg hätte eigentlich 80 Jahre halten müssen

Erst 1993 in der jetzigen Form errichtet, hätte der Triebischsteg eigentlich um die 80 Jahre halten müssen, erklärte Michael Grahl. Aber statt der heute üblichen 4,5 bis fünf Zentimeter Beton seien die Stahlteile nur mit drei Zentimetern Beton ummantelt worden. Ingolf Brumm dazu: „Mein Vorschlag war es ja, die oberste Betonschicht abzutragen und eine neue, etwas stärkere aufzubringen.“ Am 4. März erschienen vor Ort Medienvertreter, auch zwei Stadträte – Ingolf Brumm von der Fraktion Die Linke und Uwe Köhler (FDP) von der Großfraktion aus U.L.M./FDP/FB/CDU. Nach Aussage von Michael Grahl sind einige der Stahlträger, die im Mauerwerk der am Triebischufer stehenden Häuser verankert sind, durch eingedrungenes Wasser geschädigt worden. Sowohl Armierungseisen im Stahlbeton als auch die Stahlträger selbst sind verrostet.

Gesamter Artikel: https://www.saechsische.de/plus/ein-stueck-des-triebischstegs-wird-nicht-abgebrochen-5179716.html

Eine Hobbit-Siedlung in Meißen?

Erdhügelhäuser könnten die Lösung für die Bebauung am Kapellenweg sein. Eins gibt es schon in der Stadt. Wenn man auf dem Friedhof an der Martinskapelle am Kapellenweg Richtung Albrechtsburg schaut und seinen Blick nach links wendet, entdeckt man wenige Meter entfernt ein unscheinbares Gebäude mit einem begrünten Dach, in den Felsen gebaut. Glaskuppeln sorgen für natürliches Licht im Gebäude. Diese Art der Bebauung kann sich Ingolf Brumm hervorragend für die geplanten Häuser auf dem ehemaligen Grundstück von Otto Horn zwischen Kapellenweg und Plossenweg vorstellen. Zwar ist es seit etwa einem dreiviertel Jahr ruhig um den Wohnungsbau an dieser Stelle geworden, aber dieses Jahr, so glaubt Brumm, wird es wieder ein Thema im Stadtrat werden.

Große Aufregung gab es 2019 wegen der geplanten Häuser, die wie Würfel aussehen sollten. Aber auch der spätere Vorschlag der Meißner Wohnungsgesellschaft Seeg sei laut Brumm nicht konform mit der Gestaltungssatzung, die Anfang der 90er Jahre als Richtlinie für die Bebauung in Meißen erstellt worden ist, erklärt der Meißner Bauunternehmer.

Ganz wichtig sind demnach die Blickbeziehungen, „der Blick zur Burg und der Blick von der Burg aus.“ Auch die klare Gliederung von Fassade und Dach sei festgelegt. So seien riesengroße Glasfassaden, wie sie beispielsweise in den Wintermonaten vom Kapellenweg aus am Sankt-Afra-Gymnasium gut zu sehen sind, nicht konform mit der Baurichtlinie. Und auch Flachdächer seien in Meißen nicht erlaubt.

„Mein Anliegen ist es als Meißner, das Stadtbild zu erhalten“, dabei ist Brumm klar, dass sich eine Stadt weiterentwickeln muss. Aber gerade für die Ausblickspunkte, für die Meißen einst berühmt war, sollte gekämpft werden. „Man hatte früher von allen Himmelsrichtungen aus einen Blick auf die Stadt.“

gesamter Artikel: https://www.saechsische.de/plus/eine-hobbit-siedlung-in-meissen-5178815.html

Schleuderschuhe für 1,4 Millionen Teuro

„Das Märchen vom maroden Triebischsteg, der es nur noch wenige Jahre macht, war von Anfang an eine interessengesteuerte Lüge. Auf diesem Wege konnte man „einem Freund“ wieder einen guten Auftrag besorgen, der zwar sinnlos, aber lukrativ ist. Und vielleicht zeigt der „gute Freund“ sich dafür mal wieder an anderer Stelle „gefällig“. Jetzt warte ich nur noch auf den Nachtragsantrag, weil die Entfernung des Stegs aufwendiger war, als geplant, da haltbarer, als ausgeschrieben.“ [Walter Hannot]

Fatale Fehleinschätzung?

Oder einfach „nur“ Missverständnisse?

Der geplante Ausbau des Plossens bewegt die Gemüter. Vor allem die der Anwohner in der Nähe oder an der Baustelle und ihren Umleitungen.

Dabei geht es vorrangig um zwei Themen. Erstens: Muss die Auffahrt zum Plossen während des Ausbaus tatsächlich unbedingt voll gesperrt werden – und zweitens: Wann endlich erfährt diese Straße eine Nutzungseinschränkung für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 20 Tonnen – eine sogenannte Tonnagebegrenzung?

Vor allem in Diskussionen unter Stadträtinnen & -räten bekommt man mehr und mehr den Eindruck, es geht nicht mehr um die inhaltliche Auseinandersetzung zu beiden Themen, sondern um die prinzipielle Einstellung gegenüber jenen Fraktionen im Stadtrat, welche an dieser Stelle für die betroffenen Bürger Stellung beziehen.

Entgegen der mehrfachen höchst offiziellen Aussage des nach wie vor zuständigen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit & Verkehr (SMWA), Martin Dulig, der die letztendliche Verantwortlichkeit zum Erlass einer sogenannten Tonnagebegrenzung auf dem Gebiet der Stadt Meißen im Bereich Plossen (unter bestimmten Voraussetzungen – welche die Stadt Meißen leicht erfüllen könnte und sowieso sollte) bei der Stadtverwaltung – und somit beim Oberbürgermeister – sieht, behaupten vor allem Räte der GroFrak (Groß-Fraktion, bestehend aus CDU, FBBM, ULM & FDP), eine rechtliche Prüfung hätte die absolute Unmöglichkeit einer solchen Maßnahme ergeben.

Dass sie dadurch, nebenbei bemerkt, auch die Kompetenz des zuständigen Ministeriums anzweifeln, sei hier nur am Rande erwähnt. Dass es Brummifahrer gibt, welche unbegründeter Weise glauben, durch eine derartige Maßnahme ihren Job zu verlieren, auch.

Wichtiger für uns wird sein herauszufinden, wessen Interessen besagte Räte hier zu vertreten suchen und, vor allem: ob die Stadt Meißen Willens ist & sich in der Lage sieht, die Probleme des zeitweise allerorts überbordenden Verkehrs mit all seinen negativen Folgen zu erfassen und – mit den sicherlich notwendigen sehr, sehr mutigen Entscheidungen – weitestgehend zu beseitigen.

Natürlich wird es Ausnahmen geben. Vor allem, um die Daseinsvorsorge nicht zu gefährden. Busse müssen fahren dürfen – genauso wie Krankenwagen, Polizeifahrzeuge und Feuerwehren. Wer möchte schon, nach einem beherzten Sprung aus dem Fenster, mit vielleicht gebrochenem Bein zuschauen müssen, wie sein Heim niederbrennt, weil keine Hilfe in der Nähe zu finden war? Wer von den fahrzeuglosen Anwohnern kann sich für seine regelmäßigen Einkäufe ein Taxi leisten?

Es ist klar: Derlei Entscheidungen trifft man nicht im Schweinsgalopp. Auch werden wir all diese Probleme nicht vollständig in dieser Legislatur lösen können.

Eine positive Entscheidung zur Entlastung des Plossens wäre jedoch ein überaus guter Start.

2020-02-11_SäZonl_So-diskutiert-Meißen-ueber-den-Plossenausbau

S 177 – Plossen halbseitig vom 13.1. bis 28.2.2020 gesperrt

Das Lasuv teilte mit, dass der Grund hierfür der Rückschnitt des dichten Bewuchses von kleinen Bäumen und Sträuchern ist. Kraftfahrer aber auch Fußgänger brauchen Geduld und eine gewisse Gelassenheit. Zeitweise kann es auch zur Vollsperrung kommen. Aufgrund der schwierigen Hanglage muss mit ordentlichem Geschütz, wie Kräne, Hubsteiger, Gerüsten u.v.m aufgefahren werden. An den Wochenenden wird gesondert informiert.

VORMERKEN:

Am 5. Februar findet 17 Uhr im Ratsaal Meißen eine Bürgerversammlung mit dem LASUV zum Thema Umleitungsstrecken statt. Bitte kommt zahlreich, um bei diesem Thema frühzeitig mitzudiskutieren und bringt eure Einwände aber auch guten Ideen an diesem Tag mit ein!

Streit um Kleingärten geht weiter

16.11.2019

2019-11-16_SäZonl_Schutz-der-Kleingärten-bleibt-Streitpunkt

Wenn von einigen Stadträten behauptet wird, dass die Kleingärten angeblich sowieso per Bundeskleingartengesetz geschützt sind, warum kann man sie dann nicht auch als Dauerkleingärten in den Flächennutzungsplan so aufnehmen? In der Stadtratssitzung vom 29.4.2019 hieß es im verwirrendem Amtsdeutsch (die Verantwortlichen waren sich in den Begriffen Flächennutzungsplan, Bebauungsplan und Bauleitplan uneinig), dass die Kleingärten Schreberstraße bebaut werden sollen.

Meißen braucht keine weiteren Bauflächen! Die Bevölkerungszahl sinkt und trotzdem wird gebaut, als gäbe es kein Morgen. Wir haben genug Leerstand in ganz Meißen und nicht jeder kann sich ein schickes Eigenheim leisten bzw. über Jahre abbezahlen. Denn wir leben in unsicheren Zeiten.

Grünflächen werden zubetoniert, nur für Betongold, denn mit Natur ist leider kein Geld zu machen. Mal ganz abgesehen von der Art und Weise, WIE Häuser heute gebaut werden. Genannt wird das auch „Topographie des Grauens“: Alles sieht gleich häßlich aus, tote Gärten aus weißen Kieselsteinen. Wo sollen da noch Kinder spielen?

Kleingärtner tragen zu einer vielfältigen Natur und gutem Klima bei. Menschen und vor allem Kinder, die draußen und im Matsch spielen sind gesünder und zufriedener. Die Gartensparte „Volkswohl“ beispielsweise ist eine der ältesten Sparten in Meißen. Also bitte nicht bebauen, auch nicht spekulieren, sondern einfach mal leben und nicht immer nur ans Geld denken! Danke.“ [Katrin Markert]

Meißen TV Beitrag: https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/10982/Nebelkerzen_und_Schreckgespenster.html

Kontakt zur Kleingartenanlage Schreberstraße: https://www.facebook.com/pg/SchreberstrasseMeissen/posts/

NETZFUND über Spekulationen mit Meißner Kleingärten von 2013: https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/4899/Salto_Rueckwaerts.html