Müllsammeltag der BI am 22.2.2020

An diesem doch recht stürmischen Samstag trafen sich kurzentschlossen 5 BI-Mitglieder um den Müll aus der Elbe an der Beachbar zu fischen. Gute 3 Stunden verbrachten wir den angesammelten Unrat – vor allem Scherben, MC Don…. , Feuerwerksreste, Flaschen, Blechbüchsen, Bonbonpapier, Zigarettenschachteln, Kronkorkenverschlüsse, Styropor, Hundekotbeutel, Draht, u.v.m. – zu bergen. Auch wenn es wie Wasser in die Elbe tragen ist, aber tatenlos zusehen, wie unsere Satdt immer mehr verwahrlost – das kann ich nicht! Es gibt viel zu viel Plunder zu kaufen (Meißen hat leider auch etliche Discounter) und weils billig ist oder nicht mehr repariert wird, fällt es manchem Menschen heute leichter, es einfach aus der Hand fallen zu lassen und zu hoffen, dass es keiner merkt. Warum gerade jetzt und an dieser Stelle? Nun, die Brutsaison beginnt noch, dort halten sich viele Wassertiere auf und es kommen viele Menschen vorbei, Eltern freuen sich mit ihren Kindern an Schwänen und CO. Da ist es selbstverständlich aufzuräumen. Denn die Tiere können nichts dafür, dass der Mensch in seiner Komfortzone lebt. Leider sind die unendlich vielen Scherben und Zigarettenstummel zwischen den Pflastersteinen nicht mehr rauszufriemeln. Als Tipp: Unterhalb der Brücke stehen Glaskontainer, da können Flaschen problemlos entsorgt werden, man muss sie nicht in die Landschaft schmeißen! Danke an den Bauhof und dem Ordnungsamt fürs Abholen des Mülls.    [K.Markert] … Videos folgen noch.

Kann man sich auch mit Müll lächerlich machen? Man kann!

Bürgerfreundlichkeit spielt in der öffentlichen Daseinsfürsorge eine wichtige Rolle. So auch in der Abfallentsorgung. Für den Bereich Hintermauer in Meißen hat der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE) eine besondere Lösung parat: Die Anwohner „dürfen“ ihre Entsorgungsbehälter an einem dafür bestimmten Ort abseits ihrer Straße – weit entfernt vom Wohnort – zur Entsorgung bereitstellen (sh. MDR-Beitrag vom 16.7.2018).

Andererseits: Etwas weiter nördlich in Deutschland – in Hamburg nämlich – fahren die Müllentsorger mit speziellen Fahrzeugen in noch schmalere Straßen und Gassen, wie dieser Beitrag des Hamburg-Journals vom 6.8.2018 zeigt.

Jo, so wird dat wohl.

Bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass die Hamburger Müllentsorger nie etwas von den Unfallverhütungsvorschriften, die der ZAOE als Begründung vorgibt, erfahren.

Also dann, lieber ZAOE:

Geiht nich, givt nich!