Eine Hobbit-Siedlung in Meißen?

Erdhügelhäuser könnten die Lösung für die Bebauung am Kapellenweg sein. Eins gibt es schon in der Stadt. Wenn man auf dem Friedhof an der Martinskapelle am Kapellenweg Richtung Albrechtsburg schaut und seinen Blick nach links wendet, entdeckt man wenige Meter entfernt ein unscheinbares Gebäude mit einem begrünten Dach, in den Felsen gebaut. Glaskuppeln sorgen für natürliches Licht im Gebäude. Diese Art der Bebauung kann sich Ingolf Brumm hervorragend für die geplanten Häuser auf dem ehemaligen Grundstück von Otto Horn zwischen Kapellenweg und Plossenweg vorstellen. Zwar ist es seit etwa einem dreiviertel Jahr ruhig um den Wohnungsbau an dieser Stelle geworden, aber dieses Jahr, so glaubt Brumm, wird es wieder ein Thema im Stadtrat werden.

Große Aufregung gab es 2019 wegen der geplanten Häuser, die wie Würfel aussehen sollten. Aber auch der spätere Vorschlag der Meißner Wohnungsgesellschaft Seeg sei laut Brumm nicht konform mit der Gestaltungssatzung, die Anfang der 90er Jahre als Richtlinie für die Bebauung in Meißen erstellt worden ist, erklärt der Meißner Bauunternehmer.

Ganz wichtig sind demnach die Blickbeziehungen, „der Blick zur Burg und der Blick von der Burg aus.“ Auch die klare Gliederung von Fassade und Dach sei festgelegt. So seien riesengroße Glasfassaden, wie sie beispielsweise in den Wintermonaten vom Kapellenweg aus am Sankt-Afra-Gymnasium gut zu sehen sind, nicht konform mit der Baurichtlinie. Und auch Flachdächer seien in Meißen nicht erlaubt.

„Mein Anliegen ist es als Meißner, das Stadtbild zu erhalten“, dabei ist Brumm klar, dass sich eine Stadt weiterentwickeln muss. Aber gerade für die Ausblickspunkte, für die Meißen einst berühmt war, sollte gekämpft werden. „Man hatte früher von allen Himmelsrichtungen aus einen Blick auf die Stadt.“

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