Fatale Fehleinschätzung?

Oder einfach „nur“ Missverständnisse?

Der geplante Ausbau des Plossens bewegt die Gemüter. Vor allem die der Anwohner in der Nähe oder an der Baustelle und ihren Umleitungen.

Dabei geht es vorrangig um zwei Themen. Erstens: Muss die Auffahrt zum Plossen während des Ausbaus tatsächlich unbedingt voll gesperrt werden – und zweitens: Wann endlich erfährt diese Straße eine Nutzungseinschränkung für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 20 Tonnen – eine sogenannte Tonnagebegrenzung?

Vor allem in Diskussionen unter Stadträtinnen & -räten bekommt man mehr und mehr den Eindruck, es geht nicht mehr um die inhaltliche Auseinandersetzung zu beiden Themen, sondern um die prinzipielle Einstellung gegenüber jenen Fraktionen im Stadtrat, welche an dieser Stelle für die betroffenen Bürger Stellung beziehen.

Entgegen der mehrfachen höchst offiziellen Aussage des nach wie vor zuständigen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit & Verkehr (SMWA), Martin Dulig, der die letztendliche Verantwortlichkeit zum Erlass einer sogenannten Tonnagebegrenzung auf dem Gebiet der Stadt Meißen im Bereich Plossen (unter bestimmten Voraussetzungen – welche die Stadt Meißen leicht erfüllen könnte und sowieso sollte) bei der Stadtverwaltung – und somit beim Oberbürgermeister – sieht, behaupten vor allem Räte der GroFrak (Groß-Fraktion, bestehend aus CDU, FBBM, ULM & FDP), eine rechtliche Prüfung hätte die absolute Unmöglichkeit einer solchen Maßnahme ergeben.

Dass sie dadurch, nebenbei bemerkt, auch die Kompetenz des zuständigen Ministeriums anzweifeln, sei hier nur am Rande erwähnt. Dass es Brummifahrer gibt, welche unbegründeter Weise glauben, durch eine derartige Maßnahme ihren Job zu verlieren, auch.

Wichtiger für uns wird sein herauszufinden, wessen Interessen besagte Räte hier zu vertreten suchen und, vor allem: ob die Stadt Meißen Willens ist & sich in der Lage sieht, die Probleme des zeitweise allerorts überbordenden Verkehrs mit all seinen negativen Folgen zu erfassen und – mit den sicherlich notwendigen sehr, sehr mutigen Entscheidungen – weitestgehend zu beseitigen.

Natürlich wird es Ausnahmen geben. Vor allem, um die Daseinsvorsorge nicht zu gefährden. Busse müssen fahren dürfen – genauso wie Krankenwagen, Polizeifahrzeuge und Feuerwehren. Wer möchte schon, nach einem beherzten Sprung aus dem Fenster, mit vielleicht gebrochenem Bein zuschauen müssen, wie sein Heim niederbrennt, weil keine Hilfe in der Nähe zu finden war? Wer von den fahrzeuglosen Anwohnern kann sich für seine regelmäßigen Einkäufe ein Taxi leisten?

Es ist klar: Derlei Entscheidungen trifft man nicht im Schweinsgalopp. Auch werden wir all diese Probleme nicht vollständig in dieser Legislatur lösen können.

Eine positive Entscheidung zur Entlastung des Plossens wäre jedoch ein überaus guter Start.

2020-02-11_SäZonl_So-diskutiert-Meißen-ueber-den-Plossenausbau

S 177 – Plossen halbseitig vom 13.1. bis 28.2.2020 gesperrt

Das Lasuv teilte mit, dass der Grund hierfür der Rückschnitt des dichten Bewuchses von kleinen Bäumen und Sträuchern ist. Kraftfahrer aber auch Fußgänger brauchen Geduld und eine gewisse Gelassenheit. Zeitweise kann es auch zur Vollsperrung kommen. Aufgrund der schwierigen Hanglage muss mit ordentlichem Geschütz, wie Kräne, Hubsteiger, Gerüsten u.v.m aufgefahren werden. An den Wochenenden wird gesondert informiert.

VORMERKEN:

Am 5. Februar findet 17 Uhr im Ratsaal Meißen eine Bürgerversammlung mit dem LASUV zum Thema Umleitungsstrecken statt. Bitte kommt zahlreich, um bei diesem Thema frühzeitig mitzudiskutieren und bringt eure Einwände aber auch guten Ideen an diesem Tag mit ein!

Plossenkurvenwarnschuß

18.05.2019

Am 17.5.2019 wagten sich 4 BI-Akteure in die gefährliche Plossenkurve, um auf die seit Jahren unverantwortliche Situation des hohen Verkehrsaufkommens und der unzähligen LKW als Durchgangsstraße durch Meißen und als Verbindung der A4 und A17 aufmerksam zu machen.

>>> Am 26. Mai 2019 liegt es in unserer Hand, diejenigen Stadträte abzuwählen, die jahrelang desinteressiert ohne klare Linie bei ihren Entscheidungen zuletzt den Maximalausbau des Plossens Tür und Tor geöffnet haben. Dabei ist es doch das Bestreben einer jeden vernünftigen Kommune, den Schwerlastverkehr so weit wie möglich an den Rand zu verlagern.

Die Initiative „Bürger für Meißen-Meißen kann mehr“ wird sich im neuen Stadtrat dafür einsetzen, dass der Plossen saniert wird, allerdings ein Ausbau über das zwingend Notwendige hinaus verhindert und die Tonnage ab sofort begrenzt wird.