Kleingärten sicher für die nächsten 5 Jahre

Die Gartenbesitzer der Kleingartenanlagen „Paul Hinzer“, „Sonnenhöhe“, „Sonnenhügel“ und „Volkswohl“ dürfen sich freuen. Der monatelange Kampf, ob nun Bauland oder doch nicht, ist erstmal für die nächsten 5 Jahre vom Tisch. Dann wird erneut im neuen Stadtrat darüber diskutiert …. oder auch nicht.

Zusammenfassung aus der Stadtratssitzzung 11.12.2019:

Es folgte eine intensive Diskussion, die zweimal unterbrochen wurde. Dann einigte sich der Stadtrat bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung auf folgendes. Erstens: Die Kleingärten in der Stadt sollen dauerhaft und wirksam geschützt werden. Zweitens: Die Kleingärten der Sparte „Paul Hinzer“ sollen zu Dauerkleingärten gemacht werden. 

Drittens: Die Stadtverwaltung erstellt zusammen mit Kleingartenvereinen und Stadträten bis Ende 2020 eine Kleingartenentwicklungskonzeption für Meißen, im ersten Quartal tritt dazu ein Runder Tisch zusammen. Alle Stadträte verpflichten sich, die Dauerkleingärten der Stadt bis mindestens Ende der aktuellen Wahlperiode des Rates, also bis mindestens Mai 2024, zu schützen. [SäZ vom 12.12.2019]

Streit um Kleingärten geht weiter

16.11.2019

2019-11-16_SäZonl_Schutz-der-Kleingärten-bleibt-Streitpunkt

Wenn von einigen Stadträten behauptet wird, dass die Kleingärten angeblich sowieso per Bundeskleingartengesetz geschützt sind, warum kann man sie dann nicht auch als Dauerkleingärten in den Flächennutzungsplan so aufnehmen? In der Stadtratssitzung vom 29.4.2019 hieß es im verwirrendem Amtsdeutsch (die Verantwortlichen waren sich in den Begriffen Flächennutzungsplan, Bebauungsplan und Bauleitplan uneinig), dass die Kleingärten Schreberstraße bebaut werden sollen.

Meißen braucht keine weiteren Bauflächen! Die Bevölkerungszahl sinkt und trotzdem wird gebaut, als gäbe es kein Morgen. Wir haben genug Leerstand in ganz Meißen und nicht jeder kann sich ein schickes Eigenheim leisten bzw. über Jahre abbezahlen. Denn wir leben in unsicheren Zeiten.

Grünflächen werden zubetoniert, nur für Betongold, denn mit Natur ist leider kein Geld zu machen. Mal ganz abgesehen von der Art und Weise, WIE Häuser heute gebaut werden. Genannt wird das auch „Topographie des Grauens“: Alles sieht gleich häßlich aus, tote Gärten aus weißen Kieselsteinen. Wo sollen da noch Kinder spielen?

Kleingärtner tragen zu einer vielfältigen Natur und gutem Klima bei. Menschen und vor allem Kinder, die draußen und im Matsch spielen sind gesünder und zufriedener. Die Gartensparte „Volkswohl“ beispielsweise ist eine der ältesten Sparten in Meißen. Also bitte nicht bebauen, auch nicht spekulieren, sondern einfach mal leben und nicht immer nur ans Geld denken! Danke.“ [Katrin Markert]

Meißen TV Beitrag: https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/10982/Nebelkerzen_und_Schreckgespenster.html

Kontakt zur Kleingartenanlage Schreberstraße: https://www.facebook.com/pg/SchreberstrasseMeissen/posts/

NETZFUND über Spekulationen mit Meißner Kleingärten von 2013: https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/4899/Salto_Rueckwaerts.html